BSI Lagebericht 2025 Cybersicherheit: Was Unternehmen in Ostfriesland und Emsland wissen müssen
Viele Unternehmen merken erst nach einem Sicherheitsvorfall, wie abhängig ihr Alltag inzwischen von funktionierender IT geworden ist. Wenn E-Mail, Warenwirtschaft, Cloud-Dokumente, Telefonie oder Fernzugriff ausfallen, steht nicht „nur die Technik“ still. Angebote bleiben liegen, Rechnungen können nicht raus, Kunden erhalten keine Antwort und Mitarbeitende wissen nicht, welche Aufträge als Nächstes anstehen.
Genau deshalb ist der aktuelle Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik auch für regionale Betriebe relevant. Er betrifft nicht nur Behörden, Konzerne oder kritische Infrastrukturen. Er zeigt sehr deutlich, wo Angriffe heute tatsächlich ansetzen: bei schlecht geschützten Angriffsflächen, offenen Websystemen, gestohlenen Zugangsdaten, Datenleaks und fehlender Vorbereitung auf den Ernstfall.
Der BSI Lagebericht Cybersicherheit ist damit mehr als ein Behördenbericht. Er ist ein Lagebild für Geschäftsführungen, die wissen möchten, welche Risiken realistisch sind und welche Maßnahmen im Alltag zuerst wirken. Für Unternehmen in Leer, Ostfriesland und dem Emsland ist er besonders nützlich, weil viele Betriebe schlank organisiert sind, stark von digitalen Prozessen abhängen und keine eigene IT-Sicherheitsabteilung haben.
Kurz gesagt: Der Lagebericht zeigt: Angreifer suchen nicht unbedingt die größten Ziele. Sie suchen oft die leichtesten Ziele. Genau deshalb sollten auch regionale Betriebe ihre IT-Sicherheit strukturiert betrachten.
Was ist der BSI Lagebericht?
Kurzdefinition: Der BSI Lagebericht beschreibt jährlich die aktuelle IT-Sicherheitslage in Deutschland. Er zeigt, welche Bedrohungen, Angriffsflächen, Gefährdungen, Schäden und Resilienzthemen für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft besonders wichtig sind.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beobachtet als Cybersicherheitsbehörde des Bundes fortlaufend die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland. Der Lagebericht 2025 betrachtet den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025 und stellt die wichtigsten Entwicklungen in einem neuen Online-Format dar. [1]
Der Bericht bewertet die Lage in fünf Dimensionen: Bedrohungen, Angriffsfläche, Gefährdungen, Schadwirkungen und Resilienz. Diese Systematik ist für Unternehmen hilfreich, weil sie IT-Sicherheit aus der reinen Technik-Ecke herausholt. Es geht nicht nur darum, ob ein Virenscanner installiert ist. Es geht darum, welche Angriffe wahrscheinlich sind, wo der Betrieb verwundbar ist, welche Schäden entstehen können und wie schnell man sich erholen kann.
| Dimension im Lagebericht | Einfache Erklärung | Frage für Ihren Betrieb |
|---|---|---|
| Bedrohungen | Wer greift an und mit welchen Mitteln? | Welche Angriffsarten betreffen unsere Branche? |
| Angriffsfläche | Wo kann ein Angriff ansetzen? | Welche Systeme sind aus dem Internet erreichbar? |
| Gefährdungen | Welche Angriffe werden tatsächlich relevant? | Welche Schwachstellen und Zugänge sind kritisch? |
| Schadwirkungen | Welche Folgen entstehen im Ernstfall? | Was kostet ein Ausfall oder Datenabfluss? |
| Resilienz | Wie gut hält der Betrieb Störungen aus? | Wie schnell kommen wir wieder arbeitsfähig zurück? |
Das bedeutet praktisch
Für Geschäftsführer ist der Lagebericht keine technische Detaillektüre, sondern eine Entscheidungshilfe. Er zeigt, welche Themen nicht aufgeschoben werden sollten: Kontoschutz, Updates, Backup, Schutz vor Datenabfluss und ein einfacher Notfallplan.
Die wichtigste Botschaft: Die Lage bleibt angespannt
Die zentrale Aussage des BSI ist deutlich: Die IT-Sicherheitslage in Deutschland bleibt auf angespanntem Niveau. Gleichzeitig betont der Bericht, dass Angriffsflächen durch die fortschreitende Digitalisierung weiter wachsen und häufig nicht ausreichend geschützt sind. [2]
„Die IT-Sicherheitslage in Deutschland bleibt auf angespanntem Niveau.“ – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Zusammenfassung und Bewertung [2]
Für Unternehmen in Ostfriesland bedeutet das nicht, dass überall akute Gefahr besteht. Es bedeutet aber, dass IT-Sicherheit kein Einmalprojekt ist. Neue Software, neue Cloud-Dienste, neue Fernzugänge, neue Geräte und neue Kommunikationswege schaffen ständig neue Ansatzpunkte.
Ein typisches Alltagsszenario: Ein Mitarbeiter klickt auf eine Phishing-Mail, weil sie wie eine echte Paket- oder Rechnungsbenachrichtigung wirkt. Kurz danach wird ein Cloud-Konto übernommen. Von dort aus können Angreifer E-Mails lesen, Weiterleitungen einrichten oder weitere Mitarbeitende anschreiben. Für den Betrieb fühlt sich das nicht wie ein abstrakter Cyberangriff an, sondern wie ein massives Vertrauensproblem in der täglichen Kommunikation.
Erkenntnis 1: Es gibt keine uninteressanten Ziele mehr
Eine der wichtigsten Aussagen im Bericht ist für kleinere und mittlere Betriebe besonders relevant. Das BSI schreibt, dass es nach dem Kosten-Nutzen-Kalkül cyberkrimineller Angreifer keine uninteressanten Ziele mehr gebe, bei denen vermeintlich „nichts zu holen“ wäre. [2]
Das ist ein entscheidender Punkt. Viele Geschäftsführer denken noch immer: „Wir sind zu klein“ oder „Bei uns gibt es nichts Interessantes“. Der Lagebericht widerspricht dieser Annahme. Angreifer prüfen nicht zuerst, ob ein Unternehmen bekannt ist. Sie prüfen, ob der Angriff leicht ist und ob sich Daten, Zugangsdaten oder Erpressung irgendwie verwerten lassen.
| Häufige Annahme | Was der Lagebericht nahelegt | Praktische Konsequenz |
|---|---|---|
| „Wir sind zu klein.“ | Auch kleinere Betriebe können lohnende Ziele sein. | Grundschutz ernst nehmen. |
| „Wir haben keine geheimen Daten.“ | Kundendaten, Zugangsdaten und Rechnungen sind wertvoll. | Zugriffe und Datenablagen prüfen. |
| „Uns kennt doch niemand.“ | Angriffe laufen oft automatisiert. | Internet erreichbare Systeme kontrollieren. |
| „Das erledigt die Software.“ | Technik allein reicht nicht. | Prozesse, Verantwortlichkeiten und Schulung einplanen. |
Das bedeutet praktisch
Für Betriebe in Leer, Ostfriesland und dem Emsland muss der Schutz nicht überdimensioniert sein. Er muss aber bewusst geplant werden. Ein guter Start ist ein Sicherheits-Check der wichtigsten Angriffsflächen: Webseite, E-Mail, Cloud-Zugänge, Fernwartung, Firewall und Backups.
Erkenntnis 2: Web-Angriffsflächen werden wichtiger
Der Lagebericht des BSI zeigt sehr klar, dass Web-Angriffsflächen an Bedeutung gewinnen. Laut BSI umfasste die Web-Angriffsfläche Deutschland im zweiten Quartal 2025 rund 13,2 Millionen aus dem Internet erreichbare .de-Domains. Außerdem waren zu 47 Prozent der erreichbaren IP-Adressen hinter .de-Domains sensible Informationen öffentlich einsehbar, etwa Geoinformationen oder Hinweise auf potenzielle Schwachstellen. [3]
Für regionale Unternehmen ist das praxisnaher, als es zunächst klingt. Viele Betriebe haben Webseiten, Kundenportale, Fernwartungszugänge, Router, VPN-Zugänge, Cloud-Dienste, Telefonanlagen, Kamerasysteme oder branchenspezifische Anwendungen. Nicht alles davon ist immer sauber dokumentiert.

| Angriffsfläche | Typisches Beispiel | Was geprüft werden sollte |
|---|---|---|
| Webseite | WordPress, Kontaktformulare, Plugins | Updates, Formularschutz, Hosting-Sicherheit |
| Fernzugriff | VPN, Remote Desktop, Fernwartung | MFA, starke Regeln, Zugriffsbeschränkung |
| Microsoft 365, Mailserver, Weiterleitungen | MFA, Spam-Schutz, sichere Konfiguration | |
| Cloud-Speicher | OneDrive, SharePoint, andere Dienste | Berechtigungen und externe Freigaben |
| Netzwerkgeräte | Firewall, Router, Telefonanlage | Firmware, offene Ports, Admin-Zugänge |
Alltagsszenario: Dienstleisterzugang
Ein Dienstleisterzugang wird einmal eingerichtet und danach jahrelang nicht mehr geprüft. Der Dienstleister nutzt ihn selten, aber der Zugang bleibt offen. Wenn dieser Zugang kompromittiert wird, kann er zum Einfallstor werden. Genau deshalb sollten externe Zugriffe regelmäßig geprüft, dokumentiert und nach Möglichkeit mit Multi-Faktor-Authentifizierung abgesichert werden.
Hier wird aus einem abstrakten Lagebild eine konkrete To-do-Liste. Wer nicht weiß, welche Systeme aus dem Internet erreichbar sind, kann sie auch nicht wirksam schützen. Genau deshalb ist Patch-Management so wichtig: bekannte Schwachstellen müssen zeitnah geschlossen werden.
Erkenntnis 3: Schwachstellen nehmen zu
Im aktuellen Berichtszeitraum wurden laut BSI durchschnittlich täglich 119 neue Schwachstellen in IT-Systemen bekannt. Das entspricht einem Wachstum von rund 24 Prozent gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum, wobei das BSI darauf hinweist, dass dies teilweise durch methodische Effekte beeinflusst ist. [3]
Kurzantwort: Schwachstellen sind bekannte Sicherheitslücken in Software, Hardware oder Konfigurationen. Für Betriebe ist entscheidend, ob es einen klaren Prozess gibt, mit dem kritische Updates zeitnah eingespielt werden.
Für Geschäftsführer ist nicht entscheidend, jede einzelne Schwachstelle zu kennen. Entscheidend ist die Frage: Gibt es im Betrieb einen klaren Prozess, wie Updates bewertet und eingespielt werden? Wer ist verantwortlich? Welche Systeme haben Priorität? Und wie wird geprüft, ob kritische Sicherheitsupdates wirklich installiert wurden?
| Wenn kein Patch-Prozess existiert | Mögliche Folge | Besserer Umgang |
|---|---|---|
| Updates werden nur nebenbei gemacht | kritische Lücken bleiben offen | regelmäßiges Patch-Fenster definieren |
| Niemand kennt alle Systeme | vergessene Geräte bleiben verwundbar | Inventar erstellen und pflegen |
| Dienstleister und Betrieb stimmen sich nicht ab | Zuständigkeiten bleiben unklar | Verantwortlichkeiten dokumentieren |
| Updates werden aus Sorge vor Ausfällen verschoben | Risiken sammeln sich an | Test, Sicherung und Zeitfenster planen |
Das bedeutet praktisch
Schwachstellenmanagement ist keine Aufgabe für große IT-Abteilungen allein. Auch kleinere Betriebe brauchen einen einfachen, nachvollziehbaren Ablauf. Dazu reicht oft schon eine klare Liste: Welche Systeme gibt es, wer betreut sie, wie werden Updates geprüft und wann werden kritische Lücken geschlossen?
Erkenntnis 4: Ransomware bleibt ein großes Risiko – aber Datenleaks werden noch wichtiger
Ransomware bleibt laut BSI ein zentrales Thema. Die Zahl der angezeigten Ransomware-Angriffe blieb nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts mit 950 weitgehend unverändert. Besonders wichtig ist aber die zweite Aussage: Angriffe führten in vielen Fällen zu Datenleaks oder zur Androhung von Datenleaks. [4]
„Backups bleiben essenziell gegen Ransomware, helfen aber nicht gegen Datenleaks.“ – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Gefährdungslage [4]
Dieser Satz ist für Unternehmen besonders wichtig. Viele Betriebe denken bei Ransomware zuerst an Verschlüsselung und Wiederherstellung. Das ist richtig, aber nicht vollständig. Wenn Daten vorher kopiert wurden, löst ein Backup nur einen Teil des Problems. Dann geht es zusätzlich um Datenschutz, Kundenvertrauen, Kommunikation, Meldewege und rechtliche Bewertung.
| Schutzbereich | Hilft gegen Verschlüsselung? | Hilft gegen Datenabfluss? | Was zusätzlich nötig ist |
|---|---|---|---|
| Backup | ja, wenn getestet und getrennt gespeichert | nein | Zugriffsschutz und Monitoring |
| Firewall | teilweise | teilweise | saubere Regeln und Pflege |
| Multi-Faktor-Authentifizierung | ja, bei Kontoangriffen | ja, bei Kontoangriffen | konsequente Einführung |
| Rechtekonzept | begrenzt Schaden | begrenzt Schaden | regelmäßige Prüfung |
| Incident Response | hilft bei Reaktion | hilft bei Reaktion | klarer Ablauf und Zuständigkeiten |
Alltagsszenario: Cloud-Konto übernommen
Ein Cloud-Konto wird übernommen, weil ein Passwort abgegriffen wurde und keine zusätzliche Anmeldung eingerichtet ist. Der Angreifer lädt Daten herunter, liest E-Mails mit und verschickt neue Nachrichten im Namen des Mitarbeiters. Ein Backup hilft hier nur begrenzt, weil das Problem nicht nur Datenverlust ist, sondern Datenabfluss. Deshalb gehören Backup, Zugriffsschutz, Protokollierung und Incident Response zusammen.
Erkenntnis 5: Resilienz entscheidet über den Schaden
Der Bericht zeigt nicht nur, wo Angriffe entstehen. Er zeigt auch, wie wichtig Resilienz ist. Mit Resilienz ist gemeint: Wie gut kann ein Betrieb Störungen verhindern, erkennen, eindämmen und überstehen?
Kurzdefinition: Business Continuity bedeutet vereinfacht: Wie schnell kann der Betrieb nach einem Ausfall wieder arbeiten?
Im Bereich Kritischer Infrastrukturen sieht das BSI langsame, aber stetige Fortschritte. Rund 80 Prozent der Betreiber führten ein Informationssicherheitsmanagementsystem mit Reifegrad mindestens 3. Bei Business-Continuity-Management-Systemen lag der Anteil laut Bericht bei knapp zwei Dritteln. Bei Systemen zur Angriffserkennung bestand mit 48 Prozent noch deutlicher Nachholbedarf. [6]
Diese Zahlen betreffen zwar Kritische Infrastrukturen, aber die Lehre daraus gilt auch für kleinere Betriebe: Es reicht nicht, nur Schutzmaßnahmen zu kaufen. Man muss wissen, ob sie funktionieren und was im Ernstfall passiert.
| Resilienzfrage | Warum sie wichtig ist | Einfacher Startpunkt |
|---|---|---|
| Gibt es getestete Backups? | Wiederherstellung muss funktionieren. | testweise Rücksicherung planen |
| Gibt es einen Notfallplan? | Im Ernstfall zählt Geschwindigkeit. | Kontaktliste und Entscheidungswege festlegen |
| Sind kritische Systeme bekannt? | Nicht alles ist gleich wichtig. | Geschäftsprozesse priorisieren |
| Werden Angriffe erkannt? | Frühe Reaktion begrenzt Schaden. | Warnmeldungen und Protokolle prüfen |
| Gibt es Vertretungen? | Ausfälle einzelner Personen dürfen nicht blockieren. | Zuständigkeiten doppelt absichern |
Für Unternehmen in Ostfriesland und dem Emsland ist Business Continuity oft greifbarer als der Begriff „Resilienz“. Es geht schlicht darum, nach einem Ausfall weiterarbeiten zu können.
Was bedeutet das konkret für Betriebe in Ostfriesland?
Das Lagebild zur IT-Sicherheit ist bundesweit angelegt. Die Schlussfolgerungen lassen sich aber gut auf regionale Unternehmen übertragen. Viele Betriebe in Leer, Ostfriesland und dem Emsland sind eng mit Kunden, Lieferanten, Steuerberatern, Banken, Handwerksketten, Produktionspartnern oder öffentlichen Auftraggebern vernetzt. Ein IT-Ausfall bleibt selten intern.
Wenn E-Mail, Warenwirtschaft, Zeiterfassung, Telefonie oder Cloud-Dokumente ausfallen, entstehen schnell praktische Probleme. Angebote können nicht versendet werden. Rechnungen bleiben liegen. Mitarbeitende wissen nicht, welche Aufträge Priorität haben. Kunden erhalten keine Rückmeldung. Genau deshalb ist IT-Sicherheit nicht nur ein Schutzthema, sondern ein Organisationsthema.
| Unternehmensbereich | Typische digitale Abhängigkeit | Mögliche Auswirkung bei Ausfall |
|---|---|---|
| Geschäftsführung | E-Mail, Verträge, Bankzugänge | Entscheidungen und Freigaben stocken |
| Buchhaltung | Rechnungen, Zahlungsdaten, DATEV-Umfeld | Liquiditäts- und Meldeprobleme |
| Vertrieb | Angebote, CRM, Kundenkommunikation | Umsatzchancen gehen verloren |
| Produktion oder Handwerk | Auftragsdaten, Pläne, Gerätezugänge | Termine und Lieferungen verzögern sich |
| Service | Tickets, Fernwartung, Dokumentation | Kundenprobleme bleiben ungelöst |
Das bedeutet praktisch
Die wichtigste Frage lautet nicht: „Was sagt der Bericht abstrakt?“ Sondern: „Welche drei Risiken würden unseren Betrieb morgen am stärksten treffen?“ Wenn Sie diese drei Risiken kennen, können Sie Maßnahmen sinnvoll priorisieren.
Welche Maßnahmen sich direkt ableiten lassen
Aus dem BSI Lagebericht Cybersicherheit lassen sich klare Prioritäten ableiten. Diese Maßnahmen sind keine Luxuslösung, sondern solide Basis für Unternehmen, die digitale Prozesse zuverlässig nutzen wollen.
| Maßnahme | Warum sie aus dem Lagebericht folgt | Passender Glossarbegriff |
|---|---|---|
| Angriffsflächen prüfen | Web- und Kommunikationsflächen wachsen. | Firewall |
| Updates verbindlich planen | täglich werden viele neue Schwachstellen bekannt. | Patch-Management |
| Konten absichern | Zugangsdaten sind ein wertvolles Ziel. | Multi-Faktor-Authentifizierung |
| Backups testen | Ransomware bleibt relevant. | Backup |
| Datenabfluss mitdenken | Datenleaks werden wichtiger. | Ransomware |
| Notfallablauf erstellen | Reaktionsfähigkeit senkt Schaden. | Incident Response |
| Sicherheitsniveau strukturieren | Einzelmaßnahmen brauchen System. | BSI-Grundschutz |

Diese Liste muss nicht an einem Tag abgearbeitet werden. Entscheidend ist, mit den größten Risiken zu beginnen. Häufig sind MFA, Backup-Test, Firewall-Check, Update-Prozess und Notfallkontakte die ersten sinnvollen Schritte.
Ein realistischer 30-Tage-Startplan
Für viele Betriebe ist der beste Einstieg kein großes Sicherheitsprojekt, sondern ein klarer 30-Tage-Plan. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Transparenz und erste Risikoreduzierung.
| Zeitraum | Aufgabe | Ergebnis |
|---|---|---|
| Woche 1 | wichtigste Systeme und Zugänge erfassen | Übersicht über E-Mail, Cloud, Server, Fernzugänge |
| Woche 2 | MFA, Admin-Konten und externe Zugriffe prüfen | weniger Risiko durch gestohlene Passwörter |
| Woche 3 | Backup und Wiederherstellung testen | Klarheit, ob Daten wirklich zurückgeholt werden können |
| Woche 4 | Notfallkontakte und Maßnahmenplan festlegen | schnelleres Handeln bei Sicherheitsvorfällen |
Dieser Einstieg passt gut zu Betrieben, die noch keine umfassende IT-Sicherheitsstrategie haben. Er schafft eine Grundlage, auf der später weitere Maßnahmen wie NIS2, BSI-Grundschutz oder ein strukturierter Sicherheits-Check aufbauen können.
Häufige Missverständnisse zum Lagebericht
Der BSI-Bericht wird manchmal falsch verstanden. Er ist weder eine reine Statistik noch eine Checkliste, die man einfach abhaken kann. Er ist ein Lagebild. Genau darin liegt sein Wert.
| Missverständnis | Warum es nicht reicht | Bessere Sichtweise |
|---|---|---|
| „Das betrifft nur große Organisationen.“ | Angreifer suchen oft leichte Ziele. | Auch regionale Betriebe sollten Grundschutz ernst nehmen. |
| „Wir haben Backups, also sind wir sicher.“ | Backups helfen nicht gegen Datenleaks. | Wiederherstellung und Datenabfluss getrennt betrachten. |
| „Unser System läuft, also ist alles gut.“ | Schwachstellen können unbemerkt bestehen. | Updates und Angriffsflächen regelmäßig prüfen. |
| „IT-Sicherheit ist Aufgabe des Dienstleisters.“ | Verantwortung und Prioritäten bleiben bei der Geschäftsführung. | Dienstleister und Geschäftsführung müssen zusammenarbeiten. |
Der Lagebericht hilft dabei, diese Missverständnisse aufzulösen. Er zeigt, dass IT-Sicherheit heute eine Kombination aus Technik, Organisation und klaren Entscheidungen ist.
Wie Hainke Computer unterstützt
Hainke Computer übersetzt die Erkenntnisse aus dem BSI Lagebericht in konkrete Schritte für Unternehmen in Leer, Ostfriesland und dem Emsland. Wir prüfen nicht abstrakt, sondern entlang Ihres Betriebsalltags: Welche Systeme sind kritisch? Welche Zugänge sind offen? Welche Daten dürfen nicht verloren gehen? Welche Kunden wären von einem Ausfall betroffen?
Ein Sicherheits-Check kann dabei helfen, die wichtigsten Lücken sichtbar zu machen. Dazu gehören zum Beispiel Firewall-Regeln, Microsoft-365-Konten, Backups, Patch-Management, Fernzugriffe, Benutzerrechte und Notfallabläufe. Auf Wunsch entsteht daraus ein priorisierter Maßnahmenplan, der verständlich bleibt und nicht mit Fachbegriffen überladen ist.
Der Vorteil: Sie bekommen keine theoretische Analyse, sondern eine klare Reihenfolge. Was sollte sofort passieren? Was kann geplant werden? Was ist für Ihren Betrieb überdimensioniert? Und welche Nachweise können später gegenüber Kunden, Versicherern oder Auftraggebern hilfreich sein?
Der Lagebericht ist ein Anlass zum Handeln, nicht zum Fürchten
Der offizielle BSI Lagebericht 2025 zeigt eine weiterhin angespannte IT-Sicherheitslage. Für Unternehmen in Ostfriesland ist die wichtigste Botschaft aber nicht: „Alles ist gefährlich.“ Die wichtigste Botschaft lautet: Wer seine Angriffsflächen kennt, Konten schützt, Updates ernst nimmt, Backups testet und einen Notfallplan hat, macht es Angreifern deutlich schwerer.
Der BSI Lagebericht Cybersicherheit liefert dafür eine gute Grundlage. Er zeigt, welche Risiken wachsen und welche Maßnahmen besonders sinnvoll sind. Für Geschäftsführungen kleinerer und mittlerer Betriebe ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die eigene IT-Sicherheit nicht nur technisch, sondern betrieblich zu prüfen.
Viele Unternehmen wissen nicht, welche Systeme tatsächlich von außen erreichbar sind, ob ihre Backups im Ernstfall funktionieren oder wer bei einem Sicherheitsvorfall entscheidet. Genau dafür ist ein strukturierter Sicherheits-Check sinnvoll: Er schafft Klarheit, priorisiert Maßnahmen und reduziert Risiken Schritt für Schritt.
Vereinbaren Sie jetzt einen Sicherheits-Check mit Hainke Computer. Wir prüfen gemeinsam, welche Erkenntnisse aus dem BSI Lagebericht für Ihren Betrieb in Leer, Ostfriesland oder dem Emsland relevant sind und welche Maßnahmen zuerst den größten Nutzen bringen.
Christian Hainke ist Geschäftsführer der Hainke Computer GmbH – dem IT-Systemhaus in Ostfriesland für zuverlässige IT-Sicherheit, smarte Microsoft 365-Lösungen und moderne Infrastruktur. Mit über 20 Jahren Erfahrung und einem klaren Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen unterstützt er mit seinem Team Unternehmen dabei, IT einfach, sicher und effizient zu gestalten.
Sein Motto: „Sicherheit beginnt mit Klarheit – und die liefern wir.“

