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Darf Dein Unternehmen KI einfach nutzen?

Der EU AI Act ist ein europäischer Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz. Die Europäische Kommission beschreibt ihn als den ersten umfassenden Rechtsrahmen für KI weltweit.
Ziel ist es, vertrauenswürdige Systeme zu fördern und Risiken beim Einsatz künstlicher Intelligenz besser zu steuern.

Der AI Act arbeitet mit einem risikobasierten Ansatz. Das bedeutet: Nicht jede KI-Anwendung wird gleich bewertet. Ein KI-Tool für einfache Textvorschläge ist anders einzuordnen als ein System, das Menschen bewertet, Bewerbungen vorsortiert oder sicherheitsrelevante Entscheidungen beeinflusst.

Warum betrifft das Unternehmen?

Der EU AI Act richtet sich nicht nur an Hersteller von KI-Systemen. Auch Unternehmen, die KI im Arbeitsalltag einsetzen, sollten verstehen, welche Verantwortung sie tragen. Für viele Unternehmen in Leer, Ostfriesland und Emsland geht es dabei weniger um komplizierte Rechtsfragen, sondern um klare Leitplanken:

  • Wer darf KI nutzen?
  • Wofür darf KI genutzt werden?
  • Welche Daten dürfen eingegeben werden?
  • Wer prüft die Ergebnisse?

Besonders wichtig ist die Schulung der Mitarbeitenden. Wenn KI im Unternehmen eingesetzt wird, sollten Beschäftigte wissen, was erlaubt ist, wo Grenzen liegen und wann menschliche Prüfung notwendig bleibt.

Wichtige Fragen für Unternehmer beim Einsatz von KI

Frage Bedeutung für KMU
Welche KI-Tools werden genutzt? Unternehmen sollten wissen, ob Mitarbeitende freie Tools oder eine zentrale Lösung verwenden.
Welche Daten werden eingegeben? Sensible Daten, personenbezogene Informationen und Kundendaten benötigen klare Regeln.
Wer prüft KI-Ergebnisse? KI kann Fehler machen. Fachliche Freigabe bleibt wichtig.
Gibt es Schulungen? Mitarbeitende müssen verstehen, wie KI sicher und sinnvoll eingesetzt wird.

Was bedeutet der risikobasierte Ansatz?

Der AI Act unterscheidet verschiedene Risikostufen. Die Europäische Kommission nennt unter anderem verbotene KI-Praktiken, Hochrisiko-Systeme, Transparenzrisiken sowie KI-Anwendungen mit minimalem oder geringem Risiko. Einige Systeme gelten als besonders kritisch, andere brauchen vor allem klare Kennzeichnung oder Dokumentation.

Typische Beispiele sind ChatGPT, automatische Zusammenfassungen oder intelligente Suchfunktionen. Trotzdem sollten Unternehmen nicht einfach loslegen, sondern Nutzung, Zuständigkeiten und Dokumentation sauber regeln.

Was Hainke Computer konkret empfiehlt

Für Unternehmen in Ostfriesland ist ein pragmatischer Einstieg sinnvoll. Es geht nicht darum, Angst vor KI zu machen. Es geht darum, KI so einzuführen, dass Geschäftsführung und Mitarbeitende wissen, welche Regeln gelten.

Wir erleben aktuell oft, dass Unternehmen einfach ausprobieren wollen – aber unsicher sind, welche Regeln gelten. Genau dabei unterstützen wir.

Mehr dazu findest Du auf unserer Seite: KI im Unternehmen Ostfriesland
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